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Popstar Boy George in Jerusalem
© Ohad Zwigenberg/AP/dpa
Der britische Popstar Boy George zu Solidaritätsbesuch in Israel.
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Boy George stellt sich gegen Künstlerboykott Israels

Der britische Musiker Boy George ist zu zwei Auftritten nach Israel gereist. In Jerusalem traf er Präsident Herzog und eine ehemalige Hamas-Geisel. Das Engagement des Stars für Israel ist umstritten.

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Solidaritätsbesuch

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Jerusalem (dpa) - Der britische Popsänger Boy George ist auch als Zeichen gegen den Künstlerboykott Israels zu zwei Auftritten in das Land gereist. In Jerusalem traf er Präsident Izchak Herzog und die ehemalige Hamas-Geisel Elkana Bohbot. Bohbot hatte das Hamas-Massaker auf dem Nova-Musikfestival am 7. Oktober 2023 überlebt. Herzog würdigte Boy George für dessen öffentliche Unterstützung Israels.

Der 65-jährige Musiker wurde in den 1980er-Jahren als Sänger der britischen Band Culture Club bekannt. Mit seinem auffälligen, androgynen Erscheinungsbild wurde er zu einer Ikone der New-Romantic-Bewegung. Zu den größten Hits der Band zählen «Karma Chameleon» und «Do You Really Want to Hurt Me?». 

Für den 4. und 7. November sind Auftritte des Musikers in Tel Aviv geplant, die Medienberichten zufolge bereits ausverkauft sind. Herzog überreichte dem Popstar eine Skulptur mit roten Anemonen. Sie ist von den Gedenkinstallationen auf dem Gelände des Nova-Festivals in der Negev-Wüste inspiriert.

Boy George stellt sich gegen Künstlerboykott

Der Besuch fällt in eine Zeit zunehmender kultureller Isolation Israels. Seit Beginn des Gaza-Kriegs haben zahlreiche internationale Künstler Auftritte in Israel abgesagt oder sich Boykottaufrufen angeschlossen. Die Initiatoren wollen verhindern, dass internationale Auftritte zur Normalisierung Israels beitragen. Boy George hingegen hat sich öffentlich mit Israel und der jüdischen Bevölkerung solidarisiert. Dafür habe er nach eigenen Angaben Drohungen und berufliche Nachteile in Kauf genommen.

«Ich habe viele Freunde verloren», sagte Boy George bei einer Ansprache in der Präsidentenresidenz. Mit dem Song «We Will Dance Again» veröffentlichte er in diesem Jahr ein Lied als Hommage an die Opfer des Nova-Festivals. Kritiker warfen dem Musiker vor, damit Israels Kriegsführung im Gazastreifen zu rechtfertigen und das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung auszublenden.

«In gewisser Weise gibt es den alten Boy George nicht mehr, weil manche Menschen mich nicht mehr so sehen wie früher, während andere mich auf eine ganz neue Weise wahrnehmen», sagte er. «Das gefällt mir. Ich habe das Gefühl, dass mich "We Will Dance Again" gezwungen hat, erwachsen zu werden.»

Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen rund 1.200 Menschen in Israel getötet und 251 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppt. Der beispiellose Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.500 Palästinenser getötet.

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© dpa-infocom, dpa:261102-930-933671/1
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Popstar Boy George in Jerusalem
© Ohad Zwigenberg/AP/dpa
Der britische Popstar Boy George (r) trifft bei Solidaritätsbesuch in Israel den Staatspräsidenten Izchak Herzog (l) und die befreite Geisel Elkana Bohbot.
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Popstar Boy George in Jerusalem
© Ohad Zwigenberg/AP/dpa
Popstar Boy George (r) trifft bei Solidaritätsbesuch in Israel auch den Staatspräsidenten Izchak Herzog.
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