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Infoabend Bebauung Dünningsbruch
© Radio Hagen
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Infoabend Bebauung Dünningsbruch

Am Dünningsbruch soll eine neue Gesamtschule gebaut werden. Heute (13. April) gab es eine im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen frühzeitigen Beteiligung eine Infoveranstaltung zum Thema. Die Stimmung? Aufgeheizt.

Veröffentlicht: Montag, 13.04.2026 18:48

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Zuerst wurde der aktuelle Stand der Dinge erläutert, anschließend ging es um die Bedenken der Anwohnerinnen und Anwohner. Wie sieht es mit der Verkehrssicherheit aus? Was passiert bei Starkregen, wenn noch mehr Fläche in der Stadt versiegelt ist? Was bedeutet eine Bebauung der Frischluftschneise für das Klima in der Stadt und den Artenschutz? Und was soll das Ganze überhaupt kosten?

Die Antworten waren für die meisten Anwesenden nicht zufriedenstellend, weil sie zu unkonkret waren. Das läge jedoch daran, dass in diesem frühen Stadium noch gar nicht "alle Karten auf den Tisch gelegt werden können".

Warum die Entscheidung für den Dünningsbruch und nicht eine bereits erschlossene Fläche gefallen ist, erklärt die Leiterin der Abteilung verbindliche Bauleitplanung, Alexandra Schweda, so:

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Alexandra SchwedaWarum Dünningsbruch?
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Noch ist nichts endgültig entschieden. Aktuell ist man in der Phase der frühzeitigen Beteiligung. Doch sollte das Verfahren gekippt werden, steht die Stadt vor einem Problem.

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Alexandra SchwedaKeine Alternative
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Die Anwohnerinnen und Anwohner wehren sich gegen das Bauvorhaben. Dass eine Gesamtschule gebaut werden muss, sei klar. Doch der Dünningsbruch sei aus mehreren Gründen dafür ungeeignet. Die Bürgerinitiative Dünningsbruch führt zum Beispiel an, dass dort die Haselmaus heimisch sei. Eine Artenschutzprüfung, die die Stadt Hagen in Auftrag gegeben hat, kam zu einem anderen Ergebnis. Auch wurden keine planungsrelevanten Amphibien und Reptilien in dem Bereich gesichtet. Die Bürgerinitiative und auch die Anwohnerinnen und Anwohner sagen etwas anderes und werfen den Gutachtern vor falsch gearbeitet zu haben. So sollen zum Beispiel Nistkästen falsch angebracht worden und der Beobachtungszeitraum zu kurz gewesen sein. Ein Gutachten von NABU und der biologischen Station Hagen wäre vor einiger Zeit zu anderen Ergebnissen gekommen, so die Initiative. Auch das Grundwasser würde zu hoch stehen und der Fels unter der Erde sei ein Problem.

Eine mögliche Lösung für das Gesamtschulproblem könnte eine Integration auf dem geplanten Bildungscampus sein, so die Vorsitzende der Bürgerinitiative Marion Tewes

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Marion TewesLösungsvorschlag
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Aktuell läuft noch das frühzeitige Beteiligungsverfahren. Bedeutet: Jeder kann seine Bedenken, Vorschläge etc. bis zum 23. April einbringen. Das geht zu den regulären Öffnungszeiten direkt im Historischen Rathaus (Fachbereich Stadtentwicklung, Terminvereinbarung per Telefon unter 02331 207-3783) oder online ( https://beteiligung.nrw.de/portal/hagen/beteiligung/themen/1024496 ). Dort kann man auch alle relevanten Dokumente einsehen (Bebauungsplan, Gutachten, etc.).

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