Das bringt die Fußball-Woche

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Berlin (dpa) - Absteiger, Aufsteiger, Champions-League-Platz: Die Fußball-Bundesliga und die 2. Liga versprechen zum Saisonabschluss noch einmal Spannung. Auch bei der Europäischen Fußball-Union fällt eine wichtige Entscheidung.

Wer steigt noch ab?

Zwischen Hertha BSC, dem VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld entscheiden sich am letzten Spieltag die letzten Fragen im Abstiegskampf. Die schlechtesten Karten hat Bielefeld. Die Ostwestfalen sind 17., haben drei Punkte Rückstand zum Relegationsplatz und brauchen gegen RB Leipzig ein Torfestival.

Dagegen genügt Hertha BSC bei Borussia Dortmund bereits ein Remis, um auch nächste Saison Bundesliga zu spielen. Die Stuttgarter auf dem Relegationsplatz retten sich, wenn sie gegen den 1. FC Köln gewinnen und die Berliner in Dortmund verlieren.

Wer steigt noch auf?

Das Finale in Liga zwei ist prickelnd: Schalke ist zurück im Oberhaus, für den zweiten Direktaufstiegsplatz kommen drei Mannschaften infrage. Dieselben drei könnten aber auch auf dem Relegationsplatz landen. Die besten Chancen hat Werder. Holen die Bremer (60 Punkte) am Sonntag gegen Jahn Regensburg mindestens einen Punkt, sind sie durch.

Gewinnt auch der Hamburger SV (57) bei Hansa Rostock, hat er den Relegationsplatz sicher aufgrund der besten Tordifferenz. Dann bliebe für den punktgleichen SV Darmstadt (57) nur Platz vier. Spielt der HSV aber remis, könnte Darmstadt mit einem Sieg gegen den SC Paderborn an den Hamburgern vorbeiziehen. Und was ist, wenn Bremen wider Erwarten verliert? Dann könnten der HSV oder Darmstadt mit Siegen direkt aufsteigen. Siegen beide, ist der HSV Zweiter, Darmstadt Dritter und Werder müsste auf Platz vier runter.

Wer spielt wo in Europa?

Meister München, Dortmund und Leverkusen spielen in der kommenden Saison in der Champions League. Doch wer sichert sich den vierten Startplatz? Leipzig oder Freiburg? Die Sachsen gehen als Tabellenvierter (57) mit zwei Zählern Vorsprung vor Freiburg ins Saisonfinale, wo Freiburg in Leverkusen ran muss und Leipzig in Bielefeld.

Der 1. FC Union Berlin (6. Platz/54 Punkte) muss am kommenden Samstag gegen Bochum die Frage klären, in welchem Europacup er antritt. Mit einem Sieg wäre der Siebte Köln (52 Punkte) als letzter Rivale um einen Europa-League-Platz distanziert. Läuft es schlecht, geht es in die Conference League, die Köln sicher hat. Gewinnt Köln entsprechend hoch in Stuttgart und Union spielt höchstens Remis gegen Bochum, würde der FC in der Europa League starten.

UEFA-Sitzung

Die UEFA-Exekutive entscheidet am Dienstag in Wien, wo das Finale der Fußball-EM 2024 in Deutschland ausgetragen wird. Favorit ist Berlin, wo auch das Endspiel der WM 2006 ausgetragen worden war. München als weiterer möglicher Kandidat hatte bereits bei der europaweiten EM 2021 Gruppenspiele bekommen. Weitere Themen sind bei dem zweitägigen Meeting der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sowie die Europapokal-Reform ab 2024.

Frauen-Bundesliga

Nachdem der VfL Wolfsburg den Titel schon gewonnen hat und mit dem FC Bayern München ein weiterer Champions-League-Teilnehmer feststeht, fallen im Oberhaus zum Saisonfinale am Sonntag (14.00 Uhr) die letzten Entscheidungen. Im Rennen um den dritten Startplatz für die Königsklasse hat auf dem Papier Eintracht Frankfurt die besten Chancen.

Der Tabellenvierte hat ebenso wie der Dritte Turbine Potsdam 43 Punkte, mit Werder Bremen aber den wohl leichteren Gegner. Potsdam muss bei Vizemeister Bayern ran. Die TSG 1899 Hoffenheim (40) hat nur noch theoretische Chancen. Gesucht wird auch der zweite Absteiger neben dem FC Carl Zeiss Jena, die schlechtesten Karten dabei hat der badische SC Sand.

© dpa-infocom, dpa:220508-99-208970/4

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