
Am Samstag, 27. Juni 2026, wurde die Polizei gegen 20 Uhr wegen eines Falls von häuslicher Gewalt in das Hagener Hochschulviertel gerufen.
Nach bisherigen Erkenntnissen bedrohte ein 47-jähriger Hagener seine 44-jährige Ehefrau. Er soll angekündigt haben, sie zu schlagen und ihr etwas anzutun, falls sie sich von ihm scheiden lassen würde.
Während der Sachverhaltsaufnahme stellten die eingesetzten Polizeibeamten fest, dass es zwischen den Eheleuten bereits in der Vergangenheit wiederholt zu Streitigkeiten gekommen war. Nach den vorliegenden Angaben soll der 47-Jährige seit mehreren Jahren regelmäßig Alkohol und Betäubungsmittel konsumieren. Dadurch sei es wiederholt zu einem Kontrollverlust gekommen.
Da sich der Mann gegenüber den Einsatzkräften nicht kooperativ zeigte und die Gefahr weiterer Übergriffe bestand, sprachen die Polizeibeamten einen Wohnungsverweis aus und untersagten ihm für die Dauer von 14 Tagen die Rückkehr in die gemeinsame Wohnung.
Gegen den 47-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Die Polizei rät allen, die Opfer von häuslicher Gewalt werden, sich zu melden. Betroffene können sich jederzeit an die Polizei wenden oder das kostenlose Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der Telefonnummer 116 016 bzw. das Hilfetelefon "Gewalt an Männern" unter 0800 123 9900 kontaktieren. Die Beratung ist rund um die Uhr und in 18 Sprachen verfügbar.
Für weiterführende Beratung steht auch das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Hagen zur Verfügung. Sie erreichen die zuständigen Beamten unter den Telefonnummern 02331 986-3659 oder -3654. (rd)
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