
Alle zwei bis drei Tage wird eine Frau in Deutschland von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Am Landgericht Hagen wird aktuell ein Fall verhandelt, der als Femizid eingestuft werden könnte. Es geht um eine Tat Anfang Februar. Ein Mann soll seine Frau auf offener Straße erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er mit der Tat seinen Besitzanspruch zum Ausdruck bringen wollte. Ein Femizid also. Ein Ennepetaler wurde am Donnerstag (20. August) am Landgericht wegen heimtückischen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sieht es als bewiesen an, dass er seine Frau im Schlaf erdrosselt hat.
Pauline Krull hat die Fälle zum Anlass genommen mit der Frauenberatung Hagen über Femizide und häusliche Gewalt zu sprechen.