
Hitzeschutz: Wer besonders betroffen ist
Es ist mittlerweile ein bekanntes Thema: Hitzeschutz. Wir berichten ja regelmäßig über Hitzewarnungen und wie man sich am besten schützen kann. Doch: Für manche ist Hitzeschutz selbstverständlich geworden, für bestimmte Gruppen ist es (besonders) gesundheitsbedrohend.
Veröffentlicht: Montag, 22.06.2026 11:06
Ältere Menschen am meisten betroffen
Hitze kann krank machen. Wer bei diesen Temperaturen zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt oder sich nicht vor der Sonne schützt riskiert Sonnenbrand, Hitzeerschöpfung, Hitzschlag, Kreislaufprobleme oder sogar Hitzekollaps.
Besonders betroffen von der Hitze sind unter anderem ältere Menschen. Sie vergessen oft, zu trinken, ihre Körper können zudem den Temperaturausgleich oft schwieriger bewerkstelligen. In diesen Tagen erhalten deswegen alle Hagenerinnen und Hagener ab 75 Jahren, die in Stadtteilen mit besonders hoher Hitzebelastung leben, ein persönliches Anschreiben mit Informationen zum Hitzeschutz sowie Hinweisen auf bestehende Unterstützungsangebote der Stadt.
Wohnungslose schutzlos ausgeliefert
Soziale Einrichtungen wie Luthers Waschsalon oder die Bahnhofsmission bieten Wohnungslosen deswegen eine Möglichkeit, sich an einen kühlen Ort zu begeben und statten diese mit Fächern, Wasser und Sonnenschutz aus. Es fehle trotzdem an Möglichkeiten, sich in der Stadt vor der Sonne zu schützen. Gefordert werden mehr Trinkwasserbrunnen, mehr Bewusstsein für Hitzeschutz und ein Vorgehen gegen sogenannte "Hitzeinseln" - also Orte an denen sich durch nah aneinander liegende Gebäude Hitze sammelt. Die Stadt hat bereits einiges in die Wege geleitet. Zum Beispiel gibt es im Kunstquartier eine Kühloase, ein klimatisierter Raum mit kostenfreiem Wasser und Sitzgelegenheiten.