
In der Nacht auf Donnerstag (25.06.2026) gegen 0.10 Uhr wurde die Polizei nach Vorhalle gerufen. Ein 27-jähriger Hagener war kurz zuvor mit einem 29 Jahre alten Beifahrer in einem Audi Q5 auf der Becheltestraße in Richtung Schwerter Straße unterwegs. Als er mit heruntergelassenem Fenster an einer roten Ampel stand, hielt ein schwarzer Mercedes-Benz auf der Fahrspur neben ihm. Unmittelbar nachdem der Wagen gehalten hatte, sprühte der Fahrer Pfefferspray durch das geöffnete Fahrerfenster. Der 27-jährige Audi-Fahrer und sein Beifahrer wurden dadurch leicht verletzt. Anschließend fuhr der Mercedes, in dem sich zum Tatzeitpunkt mehrere Personen befanden, mit überhöhter Geschwindigkeit davon.
Der Audi-Fahrer begab sich mit seinem Beifahrer zu einem Tankstellengelände an der Herdecker Straße, wo sie Freunde trafen. Von dem Gelände aus beobachtete der 27-Jährige, dass der zuvor beteiligte Mercedes-Benz, mit überhöhter Geschwindigkeit an ihnen vorbeifuhr. Daraufhin wendete das Fahrzeug und bog laut Zeugenaussagen mit durchdrehenden Reifen auf das Tankstellengelände. Dabei fuhr er auf die Personengruppe zu. Dabei touchierte der Mercedes-Benz den 27-Jährigen sowie einen 25-Jährigen. Laut eigener Aussagen konnte eine schwere Kollision lediglich durch einen Sprung zur Seite abgewendet werden. Auf dem Gelände stieß der Mercedes zudem gegen den geparkten Audi Q5 und zwei weitere Fahrzeuge. Die beteiligten Autos wurden zum Teil erheblich beschädigt.
Nachdem der Mercedes in Richtung Becheltestraße geflüchtet war, leiteten Polizeibeamte umgehend eine Fahndung ein. Eine Streifenwagenbesatzung konnte den Wagen schließlich in einem Sackgassenbereich an der Eckeseyer Straße antreffen und die vier Insassen stellen. Der Fahrer, ein 26-jähriger Hagener, wurde vorläufig festgenommen. Zudem beschlagnahmten die Polizisten seinen Führerschein und stellten mehrere im Wagen befindliche Dosen Pfefferspray sicher. Gegen den Mann wird nun ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, gefährlicher Körperverletzung sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort.
Erste Ermittlungen ergaben, dass dem Vorfall diverse zurückliegende Streitigkeiten zwischen den beteiligten Personen zugrunde liegen. Die beiden verletzten Männer im Alter von 27 und 25 Jahren mussten medizinisch behandelt werden. Eine Rettungswagenbesatzung brachte den 25-Jährigen für eine ambulante Behandlung ins Krankenhaus. (rst)
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