
Die letzte Opernpremiere in Hagen war die von "La Traviata". Das ist ein absoluter Klassiker und wurde vom Hagener Publikum sehr gut angenommen. Dass die Wahl für die nächste Oper nun auf die vergleichsweise unbekannte "Platée" gefallen ist, erschien manch einem im Vorfeld sehr mutig. Warum man nicht einfach einen weiteren Evergreen der Operngeschichte gewählt hat, erklärt der Intendant des Theaters, Søren Schuhmacher:
In der Tat: Das Geschehen auf der Bühne ist schrill und bunt. Es treffen in dieser Inszenierung mehrere Bereiche des Theaters zusammen, die man so nicht in jeder Oper sieht: Neben dem Orchester kommen auch das Ballett und der Chor zum Einsatz.
Es handelt sich um eine komische Oper, die mit ihrer skurrilen Handlung bereits bei ihrer Uraufführung 1745 für Nasenrümpfen gesorgt hat. "Platée" ist eigentlich eine Sumpfnymphe, die Opfer eines grotesken Spiels wird. Mit dieser modernisierten Inszenierung von Anja Kühnhold, wird die Geschichte in die Gegenwart geholt. Für sie ist die Hauptprotagonistin in ihrer Außenseiterrolle vor allem eine Inspiration:
Und wie ist das ganze beim Publikum angekommen? Die meisten zeigten sich begeistert, wenn auch teilweise etwas irritiert vom bunten Geschehen:
Das Stück wird noch bis in den Mai im Theater Hagen aufgeführt.