
Schlager, Segen und Konfetti: Dieser Gottesdienst war anders
Atemlos statt Orgelmusik, Blumenketten statt Kirchenbänke und Konfetti statt Weihrauch: Im Hagener Capitol wurde am Wochenende ein ganz besonderer Gottesdienst gefeiert. Beim Schlagergottesdienst trafen Glaube und Party aufeinander.
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Schon beim Einlass war klar: Dieser Gottesdienst wird anders. Die Besucherinnen und Besucher bekamen Blumenketten umgehängt, Neon-Sonnenbrillen gehörten zum Dresscode und im Capitol herrschte eher Festival- als Kirchenatmosphäre.
Dann ging es los. Mit „Was für eine geile Zeit“ von Ben Zucker. Licht, Nebel und Schlager sorgten für einen ungewöhnlichen Auftakt.
Doch hinter der Partystimmung steckte ein Gottesdienst. Es wurde gemeinsam gebetet, es gab Impulse und Fürbitten. Die Besucher konnten ihre persönlichen Gebetsanliegen auf kleine Bierdeckel-Herzen schreiben und in eine Gebetsbox werfen. Später wurden einige der Anliegen gemeinsam vorgetragen.
Musikalisch wurde es ebenfalls ziemlich schlagerlastig. Auf dem Programm standen unter anderem „Ich war noch niemals in New York“, „Ich liebe das Leben“, „Mosaik“ von Andrea Berg und „100.000 leuchtende Sterne“. Sängerin Stefanie Vormschlag sorgte dabei für die musikalische Begleitung. Und auch der Segen durfte an diesem Abend etwas außergewöhnlicher ausfallen. Beim sogenannten Konfetti-Segen flogen gleich sechs Konfetti-Kanonen los, begleitet vom Jubel der Besucherinnen und Besucher.
Genau darum ging es den Organisatoren: Glaube sollte an diesem Abend nicht steif oder festgefahren wirken, sondern gemeinsam, offen und mit viel Freude erlebt werden. Nach dem offiziellen Teil war deshalb noch lange nicht Schluss. Bei Sekt und Musik wurde im Capitol weitergefeiert. Der Eintritt zum Gottesdienst war frei. Gleichzeitig wurde auch an Menschen gedacht, die Unterstützung brauchen: Mit einer Kollekte wurde Luthers Waschsalon unterstützt. Am Ende passte deshalb auch der letzte Song perfekt zum Abend: Mit „Herzbeben“ UND ,,Atemlos" ging der Schlagergottesdienst musikalisch zu Ende. Ein Abend mit Gebeten, Schlagern, Sekt und einer Menge Konfetti - und vielleicht der Beweis, dass Gottesdienst tatsächlich auch ziemlich „atemlos“ sein kann.