
Sechster Jakobsweg: Warum Julia Reichert immer wieder lospilgert
Sechsmal Jakobsweg - und noch immer hat Julia Reichert nicht genug. Für sie ist das Pilgern längst mehr als eine Wanderung. Auf ihrem Weg findet sie Abstand vom Alltag, neue Begegnungen und inzwischen auch etwas ganz Persönliches: ihren Glauben an Gott.
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Kilometer um Kilometer laufen, den Rucksack auf dem Rücken und das Ziel vor Augen. Für viele klingt das zunächst nach einer ziemlichen Herausforderung. Für Julia Reichert ist genau das inzwischen zu einem festen Teil ihres Lebens geworden. Zum sechsten Mal hat sie sich auf den Jakobsweg begeben.
Dabei geht es ihr nicht darum, möglichst schnell am Ziel anzukommen. Das Unterwegssein selbst steht im Mittelpunkt. Der Weg bietet Zeit zum Nachdenken, Abstand vom Alltag und immer wieder Begegnungen mit anderen Pilgerinnen und Pilgern.
Besonders wichtig geworden ist für Julia dabei ihr Glaube. Auf ihren bisherigen Pilgerreisen hat sie ihren Glauben an Gott gefunden und erlebt den Jakobsweg deshalb auch als spirituelle Reise. Die vielen Stunden zu Fuß geben ihr die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und sich mit persönlichen Fragen auseinanderzusetzen.
Und obwohl sechs Pilgerreisen bereits hinter ihr liegen, ist für Julia noch lange nicht Schluss. Im Gegenteil: Sie sagt, dass man irgendwann eigentlich gar nicht mehr aufhören möchte zu pilgern.
Wer selbst zum ersten Mal aufbrechen möchte, dem rät sie deshalb vor allem: einfach anfangen. Man muss nicht direkt den gesamten Jakobsweg laufen. Schon die ersten Schritte können zeigen, was das Pilgern mit einem macht.
Vielleicht ist genau das die Faszination des Jakobswegs: Am Ende geht es nicht nur darum, irgendwo anzukommen, sondern darum, was man auf dem Weg dorthin über sich selbst entdeckt.




