
Eine Hagenerin aus Haspe erhielt am Montag (05.10.) einen Betrugsanruf. Als um 20:45 Uhr ihr Telefon klingelte, gab sich ein Mann als Angehöriger der Hagener Polizei aus. Der Anrufer behauptete, auf der Wache Innenstadt Dienst zu versehen und die 85-Jährige darüber informieren zu wollen, dass es in ihrer Nachbarschaft zu einem "Überfall" gekommen sei. Über die Masche versuchte der Betrüger zu erfragen, ob die Seniorin Bargeld oder Schmuck zuhause habe und wie viel Geld sich in ihrem Schließfach befinde. Die Hagenerin beendete umgehend das Telefonat, ohne auf die Fragen des falschen Polizeibeamten einzugehen. Stattdessen wählte sie den Notruf, um eine Strafanzeige zu erstatten. Durch das richtige Verhalten der 85-Jährigen blieb der Betrugsanruf erfolglos.
In den vergangenen Tagen kam es immer wieder zu Anrufen durch falsche Polizeibeamte. Die Anrufer berichteten von angeblichen Einbrüchen, festgenommenen Personen, Banden oder geplanten Straftaten im Umfeld der angerufenen Opfer. Eingefordert wurde von den falschen Polizisten die Herausgabe von Wertsachen. Vermehrt versuchten die Täter zudem, an die EC-Karten der dazugehörigen PIN zu kommen. Die Betrüger gaben an, dass die Wertsachen durch Zivilpolizisten abgeholt würden.
Bitte seien Sie wachsam. Die Polizei wird Sie niemals nach Wertgegenständen fragen und eine Herausgabe fordern. Auch nicht, um auf Ihr Geld oder Ihre Wertsachen aufzupassen. Entsprechend werden Sie echte Polizistinnen und Polizisten auch nicht nach Ihrer PIN für die Bankkarte fragen!
Seien Sie misstrauisch, beenden Sie verdächtige Telefonate und rufen Sie die Polizei zurück, um den Anruf zu verifizieren. Erfragen Sie den Namen, die Dienststelle und rufen Sie dann selbst in der Polizeibehörde an, um sich mit der Beamtin/dem Beamten verbinden zu lassen. So können Sie sicherstellen, dass es sich wirklich um einen Beschäftigten der Polizei handelt! Wichtig ist, solch ein Telefonat selbst durch Auflegen zu beenden und die Rufnummer selbständig zu recherchieren und zu wählen, um eine Einflussnahme der Betrüger gänzlich auszuschließen.
Geben Sie weder am Telefon noch an der Haustür sensible, personenbezogene Daten oder Auskünfte zu Wertsachen oder Vermögensfragen an Fremde preis. Halten Sie bei Zweifeln oder Unsicherheiten zwingend Rücksprache mit Ihren Angehörigen oder mit vertrauten Personen oder wählen Sie den Notruf "110" der Polizei. Bitte informieren Sie auch Freunde und Bekannte über die Maschen. (arn)
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