
Am Ende konnte er dem Druck nicht mehr standhalten. Letzte Woche hatten CDU Fraktion und Partei gesagt: Zusammenarbeit mit der SPD nur ohne Schisanowski. Freitag gab es eine Sitzung bei der SPD. Es gärte dann noch übers Wochenende, Sonntag Abend kam die Rücktrittserklärung.
Schisanowski schreibt, er fühle sich dem Auftrag verpflichtet, das Beste zum Wohle seiner Partei zu ermöglichen. "Hier und heute heißt das für mich, den Weg frei zu machen, und das Amt des Parteivorsitzenden zur Verfügung zu stellen." Gleichwohl habe er aus der SPD in seiner "persönlich sehr schwierigen Situation... zahlreichen solidarischen Zuspruch erhalten."
Timo Schisanowski steht seit dem Frühsommer in der Kritik. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete der SPD hatte einen hochdotierten, eigens für ihn geschaffenen Spitzenjob bei der Wohnungsgesellschaft HGW antreten wollen, musste dann aber wegen massiven Widerstands zurückziehen.
Den Wortlaut der Erklärung von Timo Schisanowski haben wir hier: