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St. Elisabeth Kindergarten ruft zur Protestaktion auf
© Radio Hagen / Pascal Santos
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St. Elisabeth Kindergarten ruft zur Protestaktion auf

Das Land NRW hat einen Gesetzesentwurf für eine Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) veröffentlicht. Mit dem sind aber weder Gewerkschaften, noch die Kindergärten selbst zufrieden. Er erreiche weder die von der Wissenschaft empfohlenen Standards, noch fülle das neue KiBiz die Lücken in Personal und Gebäudeausstattung.

Veröffentlicht: Freitag, 27.03.2026 14:45

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Neues Buchungsmodell, alte Probleme

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Ein neues Buchungsmodell soll es Eltern ermöglichen, flexibler den Aufenthalt ihres Kindes zu buchen. In den dann resultierenden Kernzeiten sollen dann fokussiert Fachkräfte eingesetzt werden. Dies sehe der Kindergarten sehr kritisch, Fachkräfte brauche es den ganzen Tag. Fragen bleiben offen über die Umsetzung: Wer betreue die Kinder in den Randzeiten? Erschweren Wechsel von Personal den Kindern nicht den Alltag? Wie soll eine gute Kommunikation zwischen Eltern und Erzieher entstehen, wenn letztere nur in Kernzeiten präsent sein können? Das KiBiz liegt bei personellen Thematiken wie der Leitungsfreistellung und dem Fachkraft-KInd-Schlüssel unter den wissenschaftlichen Empfehlungen. Der Referentenentwurf verfehlt die Chance, diese qualitativen Mängel aufzuheben. Im Gegenteil: Es wird befürchtet, dass dieses die Umstände noch verschlimmere.

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Zu wenig Geld für Sachkosten

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Das Land verspricht 200 Millionen Euro Transformationskosten. Dies sei so viel wie noch nie. Doch gebe es effektiv eine Kürzung der Sachkostenansätze. Eine Verteuerung von Sach- und Gebäudekosten, wie sie eben mit der Inflation geschehen ist, sei in den Investitionen trotzdem immer noch nicht mit einbezogen. Kostensteigerungen können somit immer noch nicht bezahlt werden. Den Trägern bleibt dadurch kein Spielraum, nötige strukturelle Anpassungen vorzubereiten und Personalanpassungen in Übergängen zu finanzieren. Das St. Elisabeth, aber auch andere Kindertagesstätten, Gewerkschaften und Vereine machen sich Sorgen um die Qualität der frühkindlichen Bildung. Gerade Kinder mit Förderbedarf brauchen weiterhin kleine Gruppen, Fachpersonal und das nötige Spielzeug. All das würde mit dem neuen KiBiz zu kurz kommen.

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Beitrag aus der Sendung
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