Unverzichtbare Berichterstattung

Die verheerenden Unwetternächte liegen inzwischen über sieben Wochen zurück. Diese Katastrophe hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig aktuelle lokale Berichterstattung ist! Deshalb freuen wir uns über die Anerkennung unserer Arbeit und den deutschen Radiopreis.

Beim deutschen Radiopreis haben unsere Kolleginnen und Kollegen von Radio Wuppertal den Sonderpreis erhalten - für ihre Berichterstattung zur Flutkatastrophe. Glückwunsch für diese verdiente Auszeichnung! Es ist ein Preis, den Radio Wuppertal stellvertretend für alle Lokalradios entgegen nimmt, die (trotz übersichtlicher Budgets und/oder Personaldecke) nicht lange überlegt, sondern einfach losgelegt bzw. weiter gemacht, weiter gesendet haben.

Für viele sind die Fluteindrücke schon ganz weit weg, weil vieles inzwischen wieder relativ bis komplett normal läuft. Anderen kommt es vor, als hätte sich das Wasser erst gestern wieder verzogen. Zu krass sind die Eindrücke, die Aufräumarbeiten laufen noch oder haben teilweise noch gar nicht begonnen... Bei uns in Hagen waren es zwei verheerende Unwetternächte. Am ersten "Morgen danach" klang die erste Meldung so:

© Radio Hagen

...und das war kein leeres Versprechen! Wir haben weiter gemacht, haben lange weiter gemacht. Es ist immer wieder etwas Neues passiert, es gab immer wieder neue Informationen unserer Reporter, Hinweise des Krisenstabs, Einschätzungen der Feuerwehr, auch Anweisungen der Polizei - zum Beispiel, was Evakuierungen angeht. Letztendlich haben wir bei Radio Hagen so lange "durchgesendet", bis es irgendwann tatsächlich kritisch wurde - auch technisch gesehen. Großflächiger hochwasserbedingter Stromausfall, von dem wir auch betroffen waren. Notstrom! Wie lange wir noch senden konnten, wussten wir nicht. Hier ein chronologischer, aber stark zusammengeraffter Zusammenschnitt unserer Sondersendung. So klang es damals - am Abend des 14. Juli:

© Radio Hagen

Auch danach war nicht Schluss. Schlaf war nicht drin! Wir haben weiter telefoniert, vorbereitet, auch einfach nur Helfer vermittelt und Leuten zugehört. Es war intensiv, anstrengend, aber richtig wichtig und für uns vor allem eins: Selbstverständlich!

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