
Gedenken an den 19.02.2020
Organisiert wurde das Gedenken von sechs Hagener Vereinen, die gemeinsam zum Erinnern und Handeln aufrufen. Unter dem hashtag #saytheirnames wurden die Namen der neun Opfer vorgelesen, bevor zu einer Schweigeminute aufgerufen wurde. In verschiedenen Redebeiträgen forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, konsequenter gegen rechte Gewalt vorzugehen. Worte der Angehörigen erinnerten an die Opfer. Die Gedenkveranstaltung sollte ein klares Zeichen gegen Rassismus und Faschismus sein.
Verantwortung für die Zukunft
Von Hanau nach Hagen. "Die Verantwortung kennt keine Grenzen", sagte Nico, der seit drei Jahren selbst in Hanau wohnt. "Hanau ist überall", heißt es bei den SJD Die Falken und auch während der Gedenkveranstaltung wurde an die Verantwortung jedes Einzelnen appelliert. Vor vier Jahren hatte ein rechtsextremer Deutscher neun Menschen in der Innenstadt von Hanau und anschließend sich selbst und seine Mutter getötet.