neuer Solarpark als Vorzeigeprojekt in Letmathe
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.09.2024 13:48
Die Energiewende soll voranschreiten. Dazu wurde jetzt ein neuer Solarpark an der A46 vorgestellt der rein aus Bürgerengagement entstanden ist und Ende des Jahres rund 500 Haushalte mit Strom versorgen soll.

4.000 Module sollen ab Ende des Jahres den Aufschwung des Solarausbaus in NRW unterstützen. Die Bürgerenergiegenossenschaft 58 hat hier gemeinsam mit dem Landesverband für Erneuerbare Energien NRW das Projekt vorgestellt. Die 58 steht für die ersten beiden Ziffern der Postleitzahl des Großraums Hagen. Die BEG ist aber auch im Ennepe-Ruhr- und Märkischen Kreis aktiv. Mit rund 800 Mitgliedern ist sie breit aufgestellt. Freie Flächen an Autobahnen oder in Industriegebieten bieten sich an. Diese Fläche ist fast zu klein, die Energie die hier erwirtschaftet werden soll reicht gerade aus, damit sich der Betrieb lohnt. Um die finanzielle Lage abzusichern fehlt jedoch immer noch ein stabiler Strompreis. Liegt dieser für solare Energien stundenweise auf 0 Euro werden Projekte wie diese stark gefährdet.
Vorbildcharakter
Diese sogenannten Freiflächenanlagen sind in NRW rar. Im ersten Halbjahr 2024 machten sie nur 0,06 Prozent der neu gebauten Anlagen aus. Sie sind aufgrund ihrer Größe aber effizienter und preiswerter als private Dachanlagen. So lieferte dieser geringe Anteil an Freiflächenanlagen immerhin 6 Prozent des Stroms. NRW ist dicht besiedelt, die verfügbaren freien Flächen sind hart umkämpft, Genehmigungen für Solarparks dauern lange. Über 5 Jahre hat es gedauert bis in Letmathe die Solarmodule standen. Die BEG hat das Projekt in Eigenregie geplant und die über 1 Millionen Euro an Kosten aus der eigenen Tasche bezahlt. Sie wünschen sich Unternehmen, die ihnen den Strom direkt abnehmen.